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BB Geschichte

VORWORT

2011 wird im 43sten Jahr einer abwechslungsreichen Abteilungsgeschichte in Schüren organisiert Basketball gespielt und gelebt. Zwar traf man sich bereits seit 1963 in einer aus Handballspielern hervorgehenden Gruppe regelmäßig zum Spiel zwischen den Körben, der Beitritt zum Westdeutschen-Basketball-Verband erfolgte aber erst am 20.Juli 1968.

Die Chronik unserer „etwas anderen Basketball-Abteilung“ gibt Einblick in die guten und schlechten Zeiten seither und vermittelt einen hoffentlich sensibilisierenden Blick auf den bis zum heutigen Tag gemeinsam erarbeiteten aktuellen Stand – die erfolgreichste Situation der bisherigen Abteilungsgeschichte.

Diese erste Fassung der Chronik wird weiterhin ergänzt und überarbeitet.

Ich wünsche euch mindestens den Spaß bei der Lektüre, den ich bei der Zusammenstellung der bisherigen Informationen haben durfte.

Christof Lurse


GRÜNDERJAHRE

Die Handballer Manfred Manns, Heinz Manns, Udo Manns, Lothar Dedatus, Winfried Gottschalk, Karl-Heinz Walkenhorst, Heinz Sitzer, Armin Langendorf, Dieter Wiemhoff, Herbert Thieleke, Gerd Niestahl, Kurt Kluck, Klaus Köster und Gerd Walkenhorst brachten im Jahr 1963 erstmals den Basketball in eine Schürener Turnhalle. Insbesondere der letztgenannte Gerd Walkenhorst sollte als Spieler und als langjähriger Abteilungsleiter (…-…) viele verdienstvolle Jahre ganz intensiv unser Abteilungsleben und die Entwicklung unseres geliebten Sports im Basketball-Kreis Dortmund prägen.

Von 1963 bis Sommer 1968 nahmen die Herren am Freizeit-Spielbetrieb der damaligen „Anfängerrunde“ in Dortmund teil.

Gerd Walkenhorst gehörte selbstverständlich auch zu den korbjagenden Mitgliedern der ersten Männermannschaft, die am WBV-Spielbetrieb 1968/ 1969 nach der offiziellen Abteilungsgründung am 20.Juli 1968 teilnahm. Die Abteilung wurde im TuS Schüren gegründet und musste logischer Weise zunächst am Kreisliga-Spielbetrieb teilnehmen.

Kuriosum 1: alle Spieler nahmen parallel am Handball-Spielbetrieb des Vereins statt.

Kuriosum 2: unter diesen Voraussetzungen belegte man gleich im ersten Spieljahr den 2.Platz in der Kreisliga, dem der Aufstieg in die Bezirksliga folgte.

Ein gewisser Klaus Stoltefuss gehörte 1968/ 1969 bereits zu diesem auf Anhieb erfolgreichen Team. Da sehen wir alle beeindruckt, wie lange unser Klausi schon für die heutige TSG punktet. Klaus ist einziges nach wie vor aktives Gründungsmitglied der Ursprungsabteilung im TuS, seit… zum wiederholten Mal TSG-Abteilungsleiter und ein echter „Mann der ersten Stunde“.

Leider folgte in der darauf folgenden Spielzeit bereits der Wiederabstieg, doch auch aus dieser Spielzeit gibt es durchaus erfreuliches zu berichten: so gründete sich – noch in der TuS Schüren – das erste Schürener Frauen-Basketball-Team. Gecoacht wurde die Bell-Equipe von Frank Roring, aktiver Basketballer beim SC Aplerbeck 09 (später ASC 09 Dortmund). Für Frank der Beginn eines interessanten „Aufstiegs“, der daran gipfelte in der krisengeschüttelten Fußball-Bundesliga-Saison 1983/ 1984 als Präsident die Geschicke eines gewissen Ball-Sport-Vereins 1909 Dortmund durch unruhige Gewässer zu lenken.

Die Herren der Schürener Schöpfung stiegen ein weiteres Mal ab und erreichten erst 1973/ 1974 wieder die Höhen der 1.Kreisliga, um in beeindruckender Manier direkt erstmals in die Bezirksliga, und so auf über-kreisliche Ebene, durchzumarschieren.

Eine geniale Idee setzen die Abteilungsverantwortlichen um den damaligen Abteilungsleiter Gerd Walkenhorst im Januar 1977 in die Tat um: die Premiere des „TSG-Neujahrs-Turniers“ für Frauen- & Männer-Teams.

Die erste Mannschaft, die in der aktuell 43-jährigen Abteilungsgeschichte für sportliche Furore sorgte, war unsere weibliche Erstvertretung.

Trainer Klaus Stoltefuss führte seine Mädels 1979/ 1980 von der 2.Kreisliga in die 1.Kreisliga, marschierte Dank einer guten Mischung aus hartem Training und tollen Feten – sagenumwobenen sind u.a.die Garten-Party´s bei Klausi, in deren Rahmen er seinen zaubertrank-ähnlichen selbstgemachten Kirschwein seinen Spielerinnen wohl-dosiert verabreichte – mit den Ladies 1980/ 1981 gnadenlos durch die 1.Kreisliga, setzte mit den Damen 1981/ 1982 mit einem weiteren Durchmarsch durch die Bezirksliga nochmals ordentlichst einen drauf toppte drei sensationelle Jahre mit dem völlig unerwarteten Landesliga-Aufstieg.

Diese Liga konnten unsere Damen zwar nicht halten und Klaus verabschiedete sich nach verdienstreichen Trainer-Jahren von seinen Girls, doch es sollte nicht lange dauern, bis unsere TSG-Mädels erneut für sportliches Aufsehen sorgten.

1983/ 1984 coachte Rolf-Peter Kraft, bekannter WBV-Funktionär aus Schwerte, die Frauen in der Bezirksliga.

Ab 1983/ 1984 übernahm der ehemalige Bundeswehr-Nationalspieler und seinerzeit aktuelle Zweitliga-Basketballer des SC Aplerbeck 09 das Coaching der 1.Kreisliga-Männer. Thomas, der auch für den USC Dortmund und den UBC Münster äußerst erfolgreich in der zweithöchsten Spielklasse scorte, blieb seiner TSG fortan stets in allen denkbaren Funktionen verbunden. 2010/ 2011 trainiert er gewohnt erfolgreich unseren U12-Nachwuchs in der WBV-Regionalliga.

 

DIE ERSTE BLÜTEZEIT UNSERER ABTEILUNG

Auf Rolf-Peter Kraft folgte 1984 bei unseren Damen Roland „Rolli“ Grunau als zweiter Erfolgs-Trainer nach Klaus Stoltefuss (1979 bis 1983), der mit „Babsi“ - ähnlich wie Thomas Pläp mit Gundula - sein privates Glück in der TSG-Familie fand, als Trainer und die Damen starteten ein zweites Mal in der bisherigen Abteilungsgeschichte durch!!!

Im Frühjahr 1985 wurde u.a.mit tsg-vertrauten Riten der Wiederaufstieg in die Landesliga gefeiert und erneut ließ sich das Team nicht lumpen und marschierte durch eine WBV-Liga um 1986/ 1987 zum ersten und bisher einzigen Mal in der Oberliga an den Start zu gehen.

Die Erfolgs-Mannschaft reduzierte sich aus verschiedenen Gründen, die Moral sank, die Niederlage vielen teilweise sehr deftig aus und der neue Trainer Dietmar Pläp hat seine Mühe den Spielbetrieb seiner Frauen bis zum Saisonende aufrecht zu halten.

Nach dem Abstieg in die Landesliga ging´s dann bedauerlicher Weise im freien Fall in die Bezirksliga und schließlich erlag der Frauen-Spielbetrieb in unserer Abteilung im Jahr…komplett bis zu seiner erfolgreich „Wiederbelebung“ 2000.

Eine „Sensation“ in der damaligen Dortmunder Basketball-Szene bedeutete im Sommer 1984 einen großen Glücksfall für die TSG: Diese Sensation lag weniger im Abstieg des SC Aplerbeck 09 mit einer völlig zerstrittenen Mannschaft aus der 2.Bundesliga in die Regionalliga, sondern ganz klar im Wechsel von Thomas Pläp von den Höhen des Zweitliga-Basketballs als Spieler-Trainer zum Kreisligisten TSG Schüren.

Der erste rasante sportliche Aufstieg unserer 1.Herrenmannschaft war die logische Konsequenz. Mit seiner „basketball-verrückten“ Art begeistert „Bohne“ Pläp zahlreiche Dortmunder Spieler, die in ihm ein sportliches Vorbild und einen starken Coach fanden und so wählten zahlreiche Aktive den Weg an die Bergmeisterstraße.

Thomas wechselte aus kameradschaftlicher Verbundenheit zur TSG und fand hier sogar in Gundula Noll die Frau an seiner Seite.

Im Eiltempo ging´s für unsere Jungs durch die 1.Kreisliga und Bezirksliga und am letzten Spieltag der zweiten Landesliga-Saison gipfelte diese Erfolgsstory 1988 erstmals mit dem unvergessenen Aufstiegsmatch in der Sporthalle der Gesamtschule Gartenstadt. Das Dortmunder Lokalfernsehen übertrug das packende Lokalderby gegen den SC Aplerbeck 09 mit Spielern wie „Pille“ Reusch, einem ehemaligen Zweitliga-Mitspieler von Thomas, oder den späteren TSGlern Ralle Herzberg (damals 18 Jahre jung) und den 17jährigen Olli Appel und Christian „Bohne 2“ Stepke.

Schließlich setzte sich die TSG in einem hart umkämpften Spiel durch und bis in die frühen Sonntagmorgen-Stunden wurde dieser Erfolg in TSG-Kreisen traditionsgemäß begossen – und hartnäckigen Gerüchten zur Folge soll es sogar eine mehrtägige „fiesta con no siesta“ gegeben haben, in deren Rahmen sich die tsg-üblichen „ergreifenden“ Szenen abgespielt haben.

Gecoacht wurde das erfolgreiche Team 1987/ 1988 im ersten Jahr von Georg Börstinghaus, damit Thomas sich auf seine Aufgaben als Dreh- & Angelpunkt des Schürener Teams konzentrieren konnte. Der Aufstieg gibt dieser Idee Recht. Erfolg ist das Produkt eines produktiven Team-Play´s – zu dieser erfolgreichen Mannschaft zählten: Holger Zarth, Michael „Tülli“ Tüllmann, Jörg Mühlenhaupt, Dietmar Pläp, Volker Besken, Reinhard Kuch, Uli Pfeifer, US-Boy Victor Spears,…

Von 1988 bis 1992 spielten unsere TSG-Jungs abwechslungsreiche Jahre in der Oberliga. Noch heute berichten Aktive der damaligen Ära mit glänzenden Augen – je nach Alkoholkonsum mal etwas mehr, aber grundsätzlich niemals ohne Glanz – beispielsweise von den großartigen Spielen gegen den TuS Iserlohn um deren langen und sprunggewaltigen US-Star und Spieler-Trainer Cunnie Williams.

Während der benachbarte ASC 09 Dortmund unter Trainer Volker Aßhoff die erfolgreichste Zeit der Abteilungsgeschichte kreierte und der SVD Dortmund unter der Hagener Trainer-Legende Peter Krüsmann neben dem ASC mittlerweile ebenfalls in der 2.Bundesliga angekommen war, war die TSG im ganzen WBV anerkannte dritte Kraft im Dortmunder Basketball.

Zwischen 1984 und 1993 erlebte die Dortmunder Basketball-Szene, die es so nie wieder gab, die größte Blütezeit der mittlerweile …jährigen Geschichte des Basketball-Kreises Dortmund – und unsere TSG hatte in ihrer ersten großen Blütezeit großen Anteil an die tollen Jahren.


GROSSE KRISE – TEIL 1

Der hoch engagierte Raimund Polok, ehemaliger polnischer Zweitligaspieler, übernahm nach dem Oberliga-Abstieg das Traineramt bei der 1.Herrenmannschaft. In der Spielzeit 1992/ 1993 stand ihm zunächst noch eine spielstarke Mannschaft zur Verfügung, die unbedingt den Wiederaufstieg realisieren wollte. Ingo Wackernagel, Christian Droste, Alexander Klein, Udo Hoffmann, Rüdiger Warnke, Volker Wallbaum, Guiseppe de Salvo und Christian Peipe bildeten eine Mannschaft, in der fast allen Spielern Anfragen Dortmunder Regional- und Oberliga-Teams vorlagen, denen bis auf Hoffmann und Warnke alle anderen Spieler nach dem verpassten Saisonziel folgten.

Zum 25jährigen Abteilungsbestehen erstellten im Mai 1993 Gundula Pläp, Iris Giese (heute „Koppelmann), Anke Wojtyniak, Thomas Pläp, Jörg Rataj, Gerd Walkenhorst, Guiseppe „Pino“ de Salvo und Klaus Stoltefuss eine Abteilungszeitung (Auflage 100 Exemplare) mit Zügen einer Chronik und der Bitte und Hoffnung im Jahre 2018 eine weitere Abteilungszeitung beziehungsweise eine Chronik zu finden – was damals fern erschien ist heute nah. Mädels & Jungs – wir sind dran und guter Dinge der Zeit etwas voraus zu sein J

Raimund musste 1993/ 1994 eine völlig neue Mannschaft formen. Das Team wurde aus der zweiten Mannschaft (seiner Zeit Kreisligist) und jungen Schürener Nachwuchsspielern wie Olaf Schröder, Matthias Tresp und Martin Schmitz ergänzt und war im ersten Jahr leider nicht konkurrenzfähig, so dass ein ganz bitterer Abstieg in die Bezirksliga folgte – am Ende der Spielzeit konnte kein Sieg verbucht werden.

So galt es nun zunächst „den freien Fall“ zu stoppen. Der damalige Abteilungsleiter Heinz Seeliger verpflichtete aus Aplerbeck einen 23 Jahre jungen, ehrgeizigen neuen Trainer: einen gewissen Christof Lurse – also den hier fabulierenden Chronisten. Ich werde meine Stationen und Sichtweisen fortan in der „Ich-Form“ schreiben.

Ich habe damals einen ziemlich brutalen Umbruch aus den vorhandenen Spielern und insgesamt sechs Neuzugängen vollzogen. Aus dem Vorjahres-Team blieben Matthias Tresp, Martin Schmitz, Olaf Schröder, Olaf Börstinghaus, Rüdiger Warnke und Udo Hoffmann. Vom Oberligisten SVD Dortmund 2 kehrte mit dem Playmaker Guiseppe „Pino“ de Salvo ein TSG-Urgestein zurück. Vom TSV Vorhalle fand die lebende Center-Legende Jens Dreisvogt den Weg von der Volme zur Emscher und vom Nachbarn ASC 09 Dortmund wechselten aus den Landes- und Bezirksliga-Teams Kai Auschrat, Frank „Mucki“ Maßhöfer, Johannes „Jojo“ Althans und Ralf „Ralle“ Herzberg an die Bergmeisterstraße.

In dieser Umbruchsaison stand letztlich ein Platz im oberen Mittelfeld unter dem sprichwörtlichen Strich. Ich folgte einem reizvollen Trainer-Angebot des ASC 09 Dortmund, war aber längst mit dem positiven „TSG-Virus“ infiziert und folgte dem Credo „Einmal Schürener immer Schürener“ indem ich 1995/ 1996 erstmals selbst das TSG-Trikot trug. Als meinen Nachfolger konnte ich meinen langjährigen Mitspieler Olli Appel vom ASC 09 als Spieler-Trainer gewinnen mit dem auch Christian „Bohne“ Stepke nach der legendären „Vertragsunterzeichnung“ auf einem Bierdeckel in der Aplerbecker „Georgsklause“ ein weitere regionalliga-erfahrener Spieler den Weg nach Schüren fand. Der sportliche Erfolg kehrte nun schnell zurück.

 

UMBRUCH & AUFBRUCH

Zwei Niederlagen in der kompletten Spielzeit 1995/ 1996 und ein souveräner Auftritt am letzten Spieltag in der Sporthalle Gartenstadt gegen den BC Langendreer und die TSG-Jungs kehrten in die Landesliga zurück – ja, ja gefeiert haben wir auch etwas…

Zum „Meister-Team“ gehörten: Guiseppe „Pino“ de Salvo, Martin Schmitz, Olaf Schröder, Kai Auschrat, Frank „Mucki“ Maßhöfer, Christian „Bohne“ Stepke, Ralle „His Airness“ Herzberg, Rüdiger Warnke, Christof Lurse und Olli Appel.

Nach einem weiteren Jahr mit Spieler-Trainer Olli wechselte dieser als junger, erfolgreicher Trainer zu zwei Paralleltätigkeiten beim ASC 09 und dem SVD 49 Dortmund.

Doch erneut gelang den Abteilungsverantwortlichen ein spektakulärer Coup. Der damals 34jährige Volker Ohm wurde Spieler-Trainer. Volker war u.a. 1982/ 1983 als 19jähriger zweiterfolgreichster deutscher Werfer der 2.Bundesliga im Team des ASC 09 Dortmund – in einer Mannschaft mit TSG-Legende Thomas Pläp. Er spielte einige Jahre für den FC Schalke 04 in der 2.Bundesliga und von 1990 bis 1993 erneut in Aplerbeck in der damaligen zweithöchsten deutschen Spielklasse.

1997 wechselte er aus der 2.Regionalliga nach Schüren und gab der Abteilung viele neue Impulse. Der sonntägliche „Basketball-Treff“ mit „DJ Little“ Marc Loell bei den 18.00h-Heimspielen unserer ersten Mannschaft wurde ins Leben gerufen und fand reichlich Publikum und als erster weiterer spektakulärer Zugang fand mit dem damals 25jährigen Arne Gehlhaar ein weiterer ehemaliger Zweitligaspieler und ehemaliger DBB-Junioren-Nationalspieler ins TSG-Trikot. Ein Teamfoto findet sich in der „Top-Ten“ unserer homepage-Bilder J

1998/ 1999 folgten mit Thomas „Bulle“ Ohm (ehemals 2.Bundesliga) und Olaf „Kattusche“ Dierks (ehemals Regionalliga) zwei weitere sportliche „Hochkaräter“.

Doch aus dem anfänglichen sportlichen Erfolg dieser Mannschaft entstand so etwas wie eine „Legionärs-Truppe“. Die Schürener Urgesteine zogen sich mehr und mehr in die Zweitvertretung in der 1.Kreisliga zurück und im Sommer 1999 verließen einige der „Legionäre“ die TSG und plötzlich stand kein Team mehr zur Verfügung, so dass schließlich sogar auf den Startplatz in der Landesliga verzichtet wurde.

 

GROSSE KRISE – TEIL 2

DIESMAL WIRD´S GANZ, GANZ ENG

Die Zweitvertretung wurde nach dem Landesliga-Rückzug zur 1.Mannschaft mit mittlerweile altgedienten Schürener Jungs, ganz vielen jungen Schürener Jungs wie Sebastian „Wusi“ Wutzke, Hong-Min Kim, Jan Berenbrink, Dominic „Aldo“ Pluntke, Christopher „Kiki“ Clemens und mir als Spieler-Trainer.

1999/ 2000 konnten wir zunächst die sportliche Situation stabilisieren und wurden schnell zum „Sprungbrett-Team“ für junge Dortmunder Talente. Zur Saison 2000/ 2001 wechselten so auch die Talente Michael Krause aus Aplerbeck und Arndt „Terror“ Wagner vom TuS Wellinghofen an die Bergmeisterstraße und nach einer durchwachsenen Hinrunde spielte die junge Mannschaft in der Rückrunde eine sensationelle Serie, unterlag lediglich dem späteren Aufsteiger TVE Barop (der danach bis in die 2.Regionalliga durchmarschierte) und „rockte“ mal so richtig die Bezirksliga-Hütten J

Unabhängig davon waren unsere Abteilung damals ganz dünn aufgestellt: es gab nur noch zwei Männermannschaften (2.Mannschaft in der 2.Kreisliga), der Frauenbereich lag seit über einem Jahrzehnt komplett brach und ausschließlich Uli Pfeifer bemühte sich tapfer einen breitensportorientierten Nachwuchsbereich anzuschieben.

Überschattet wurde diese dünne Gesamtsituation von der großen wirtschaftlichen Krise des Gesamtvereins, der knapper als knapp an der Insolvenz vorbeischrammte und nach mehreren turbulenten Versammlungen lediglich durch private Bürgschaften gerettet werden konnte.

 

WIR STARTEN GEMEINSAM DURCH

Nach dem „Fast-Kollaps“ 2000/ 2001 bauten viele engagierte Abteilungsmitglieder nun geduldig und gemeinsam an einer rosigen Abteilungszukunft.

Immer wieder fanden interessante Spieler zur TSG, deren erste Mannschaft einige Jahre von mir trainiert wurde, unterbrochen von einer Saison mit Spieler-Trainer Christian „Bohne“ Stepke und schließlich 2005/ 2006 gefolgt vom jungen Trainer Nils Trautmann, der mittlerweile zum WBV-Trainerstab gehört. So oder so – der Landesliga-Aufstieg wollte lange Jahre trotz intensiver Bemühungen und verschiedener Team-Konzepte einfach nicht gelingen…

Doch 2005/ 2006 passiert in der „etwas anderen Basketball-Abteilung“ einmal mehr etwas absolut ungewöhnliches: durch den Kontakt von Burkhard „Strulle“ Struwe streift ein gewisser Ulrich Overhoff völlig überraschend unser Trikot über, nachdem er im Jahr zuvor noch mit dem TSV Vorhalle u.a. an der Seite der Hagener Basketball-Legende Ralf „X“ Risse Deutscher Meister der Kategorie „Ü30“ wurde.

Nach einer ganz schwierigen Saison übernimmt Uli ab 2006 das Training und Coachen unserer männlichen Erstvertretung, Bundesligaerfahrung als Trainer des TSV 1860 Hagen im Gepäck und zunächst noch parallel Coach des Herren-1.Regionalligisten SV Hagen-Haspe.

2004 war ein besonderes Weichen stellendes Jahr in der jüngeren Abteilungsgeschichte.

Es gelang der Abteilungsleitung um Klaus Stoltefuß ein breites Nachwuchs-Trainer-Team aufzustellen, u.a. mit Uli Pfeifer, Thomas Pläp und Silke Doppelstein und die – auch leistungssport-orientierte – Talentförderung wurde schrittweise intensiviert. In den nächsten Jahren folgten schnell die ersten Kreismeistertitel der damaligen U14 und U16 (2006/ 2007), die beide Teams verlustpunktfrei erreichten.

Ebenfalls 2004 saßen wir im Sommer in der damaligen Wohnung von Sonja Schmidt und mir in der Aplerbecker Ruinenstraße mit Sabine „Bine“ Müller zusammen. Sonja war beim ASC 09 nicht mehr so ganz glücklich und Bine bei der Schwerter TS unzufrieden. Und so gründeten wir im Sommer 2004 mit den Trainern Hong-Min Kim und meiner Wenigkeit das Team der TSG-„Grashopperinnen“. Diese Mannschaft, die als erste Frauen-Vertretung seit 1989 das Abteilungsleben belebte war zunächst eine ziemlich bunte Mischung: Bine konnte ihre früheren Schwerter Mitspielerinnen Claudi te Neues und Verena Schröder zu einem Wechsel bewegen und aus Aplerbeck kamen Frauke Kaiser, Diana Weiher und Britta Lewendel dazu. Nach teilweise langen Basketball-Pausen schnürten Jenny Schnettler, Kathrin Wemhöhner, Heike Müller, Julia Neuendorf und Sille Doppelstein wieder die sprichwörtlichen Stiefel.

Bereits im ersten Teamjahr spielte die Grashopperinnen bis zum letzten Spieltag in einem spannenden Zweikampf mit dem TVE Barop 2 um den Aufstieg und in einem sagenumwobenen kampfbetonten Spiel am letzten Spieltag im heimischen TSG-Wohnzimmer an der Bergmeisterstraße fehlte am Ende ein einziger Korbpunkt zum Meistertitel.

Schließlich rückte die Mannschaft aber als Kreisliga-Zweiter zur Saison 2005/ 2006 nach überstandener erster Mannschaftsfahrt in die benachbarten Niederlande (siehe homepage-Bildergalerie) in die Bezirksliga nach.

Nach zwei soliden Jahren in der Bezirksliga starteten unseren Frauen dann in einem großartigen Abteilungs-Spieljahr 2007/ 2008 richtig durch und feierten an einem unvergesslichen Sonntag die Doppelmeisterschaft mit den Herren 1, u.a. (siehe homepage-Bildergalerie) im Stammlokal „Pik Bube“ bei den nervenstarken damaligen Wirtsleuten Udo & Heike Fricke.

In dieser Spielzeit gab´s lediglich eine Ein-Punkt-Niederlage nach Verlängerung beim VfL Bochum 2. In den anderen 21 Liga-Spielzeiten beherrschten die Grashopperinnen ihre Gegner quasi nach Belieben. Zu dieser TSG-Frauen-Mannschaft gehörten: Claudia te Neues, Lena Pusch, Sonja Schmidt, Bine Müller, Jenny Gölzhäuser (ehemals „Schnettler“), Diana Weiher, Verena Schröder, Angie Zachariou, Sille Doppelstein, Svenja Krey, Svenja Rüster und Heike Müller.

Bereits seit der Spielzeit 2005/ 2006 gibt´s auch eine weibliche Zweitvertretung in der Kreisliga. Bekannte TSG-Gesichter wie Iris Köppelmann (früher „Giese“), Anke Wojtyniak und Uta Subkowiak (früher „Sasse“) gehörten hier zum Team der ersten Stunden. Auch weitere bekannte Dortmunder Spielerinnen wie Petra Massa (früher Regionalliga-Spielerin beim damaligen SC Aplerbeck 09) und Sabine Dußin vom TV Hörde schlossen sich dieser Mannschaft an. Hinzu kamen zahlreiche junge, basketball-begeisterte Spielerinnen.

Wie wichtig dieser Unterbau ist, zeigte sich zuletzt im Sommer 2010, als es u.a. durch Schwangerschaften bedingt ein personeller Engpass bei den TSG-Grashopperinnen entstand, wechselten die ehemaligen Lünerinnen Diandra, Melina und Janina Cordbrüning, so wie Sarah Rosenthal von der zweiten in die erste Frauen-Mannschaft und ermöglichten so einen Saisonstart mit einem breit aufgestellten Kader.

Am letzten Freitag vor den Weihnachtstagen 2005 feiern wir in der „TSG-Familie“ mal wieder die Premiere einer Institution, die aus unserem Abteilungsleben heute nicht mehr „weg zu denken“ ist:

Das so genannte „Weihnachts-Basketball“ hält Einzug in den alljährlichen TSG-EVENT-Kalender. Spielerinnen & Spieler aus allen Senioren-Teams treffen sich bei Speisen & Getränken zum kunterbunten „Spieltreff“. In Mixed-Teams wird bis spät in die Nacht Basketball zelebriert und sie „bumpten bis die Bretter (fast) brachen“…

Aus verschiedenen Gründen verzichteten unsere Ladies auf den Landesliga-Aufstieg und coachten sich zwei Jahre in Person von Bine Schulz (ehemals „Müller“) und Diana Kersting (ehemals „Weiher“) mit viel Spaß quasi selbst und spielten stets in der oberen Bezirksliga-Tabellenhälfte mit.

Zur Spielzeit 2010/ 2011 übernahm sehr erfolgreich Jürgen Heckers das Coaching. Seine eingespielte Mannschaft gehört zu den Spitzenteams der Liga.

Mit Coach Uli Overhoff verändert sich das Gesicht und die Trainingsarbeit der 1.Herrenmannschaft analog zur Intensivierung der Nachwuchsarbeit mit zahlreichen sehr engagierten Trainern und der stets präsenten Silke Doppelstein.

Regionalligaerfahrene Spieler wie Burki Struwe, „Bohne“ Stepke und Stefan Kischkat stützen ein Team das Dank einer stark nachwuchs-orientierten Trainingsarbeit von Spielzeit zu Spielzeit jünger wird. Die beiden Ur-TSGler Sebastian Wutzke und Michael Fechner kehren vom Oberligisten ASC 09 an die Bergmeisterstraße zurück. Schließlich wechselt zur Spielzeit 2007/ 2008 Björn Göttker vom Zweit-Regionalligisten RW Lüdenscheid zur TSG.

Am letzten Spieltag dieser Saison kommt es zum großen Showdown an einem Sonntagnachmittag in der Sporthalle Renninghausen gegen den TVE Barop, in dem sich die TSG-Jungs um Spieler-Trainer Overhoff auch Dank der Unterstützung eines stimmgewaltigen Schürener Publikums durchsetzen und gemeinsam mit den Frauen 1 die Doppelmeisterschaft in der WBV-Bezirksliga feiern (siehe homepage-Bilder-Galerie) – und feiern konnten Schürener Basketballerinnen und Basketballer schon immer sehr gut und ausgiebig J

Zum Meister-Team gehörten: Michi Fechner, Stefan Kischkat, Jean-Philip Berfeld, Hong-Min Kim, Sebastian Wutzke, Björn Göttker, Christoph Niemann, Eugen Lehm, Viktor Grewe, Burkhard Struwe, Christian Stepke, Jürgen Heckers und Ulrich Overhoff.

 

WOHLSTANDSPROBLEME 2010/ 2011

Wir schreiben im TSG-Logbuch das Spieljahr 2010/ 2011.

Mit aktuell 188 Mitgliedern (Stand Januar 2011) melden wir die höchste Mitgliederzahl seit der offiziellen Abteilungsgründung im Juli 1968.

Engagierte Eltern aus Kreisen unserer Nachwuchsabteilung haben 2010 einen „TSG-Förderkreis“ gegründet, der sich stark für die Abteilungs-Weiterentwicklung einsetzt.

Die erste Männermannschaft spielt mit zahlreichen jungen Talenten aus der erfolgreichen Nachwuchs-Förderung der letzten Jahre und Uli Overhoff als Coach in der Landesliga. „Team Männer 2“ mit Coach Jürgen Heckers steht in der Spitzengruppe der 1.Kreisliga. „Team Männer 3“ mit Coach Bernd Hopkes ist ungeschlagener Tabellenführer der 2.Kreisliga und wird zur nächsten Saison in die 1.Kreisliga aufsteigen – auch, weil ihm das uncoachable „Team Männer 4“ als Tabellenzweiter den Rücken freihält J

Die TSG-Grashopperinnen gehören zu den Top-Teams der Frauen-Bezirksliga. Das „Team Frauen 2“ spielt mit Coach Martin Schmitz und viel Spaß breitensportorientiert in der Kreisliga.

Unsere U20-Jungs werden von Jürgen Heckers gecoacht. Johannes Grothe spielt per Doppellizenz (SVD Dortmund/ 2.Regionalliga-Herren) mit seinen Kumpels und Lukas Kehse wechselt vom ASC 09 Dortmund zur Bergmeisterstraße. Die Mannschaft spielt in der WBV-Regionalliga eine gute Rolle.

Dies gelingt auch den U18-Jungs um Coach Christian „Bohne“ Stepke in der WBV-Oberliga mit einer Mannschaft in der per Doppellizenz einige Spieler der Kooperationspartner im Dortmunder Süden – dem TVA Wickede, ASC 09 Dortmund und CVJM Berghofen – aktiv sind.

Katharina Rademacher coacht unsere U16-Jungs im Basketball-Kreis Dortmund.

Bernd Hopkes coacht unsere U14-Jungs im Basketball-Kreis Dortmund. Beide Teams stehen in ihren Kreisligen oben.

Thomas „Bohne“ Pläp und Hendrik Lauersdorf coachen erfolgreich unseren U12-Nachwuchs in der WBV-Regionalliga.

Uli Pfeifer führt in der „offenen U10“ unseren jüngsten Nachwuchs mit den ersten vielschichtigen Erfolgserlebnissen im Basketball-Kreis Dortmund an unseren geliebten Sport heran.

Unabhängig von der vordergründigen Tatsache, dass wir vor langer Zeit eine Herren-Mannschaft (1988 bis 1992) und eine Frauen-Mannschaft (Spielzeit 1986/ 1987) in der WBV-Oberliga hatten, erleben wir momentan die größte Blüte-Zeit im 43sten Jahr des Bestehens unserer facettenreichen Basketball-Abteilung.

Nie zuvor besaßen wir eine so breite Abteilungsbasis mit einer durchgehend besetzen Nachwuchs-Abteilung von der U10 bis einschließlich zur U20. Nie zuvor hatten wir einen so großen Fundus mit leistungs- und breitensport-orientiert basketballverrückten Kindern & Jugendlichen, einer so großen Zahl von Talenten, die durch unsere Trainingshallen tobten. Nie zuvor hatten wir drei Jugendmannschaften in den WBV-Nachwuchsligen – und es zeichnen sich Schritt für Schritt noch mehr Teams über Kreis-Niveau ab. Und schließlich hatten wir auch noch nie zuvor in all den abwechslungsreichen Abteilungs-Jahren sechs Senioren-Teams im Spielbetrieb.

Und so stellen wir uns aktuell einigen „Wohlstands-Problemen“:

Zusätzliche Informationen